-------- StellungnaHmen --------

Erklärung zum Spruchband gegen Benfica Lissabon

Am Dienstagabend beteiligten auch wir uns beim Europapokal-Heimspiel an der Fortsetzung der Proteste gegen eine mögliche Etablierung von Montagsspielen. So lautete der Text von unserem Spruchband in der 15. Spielminute:“ Dein Kaffee ist bald englischer Tee und der schmeckt nicht!“. Damit widersprachen wir einer Äußerung von Karl-Heinz Rummenigge. Dieser hatte mit diesen Worten kurz zuvor eine finanzielle Notwendigkeit von Montagsspielen umschrieben und auf die Aktion in der Südkurve beim letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt geantwortet. Der neidvolle Blick nach England und zu den dortigen gigantischen Einnahmen durch TV-Gelder ist lange kein Geheimnis mehr. Dass aber ein mögliches Wachstum dieser Einnahmequelle und eine weitere Spieltagszerstückelung nur zum Leidwesen der Fans und des Fußballs führt, ist genauso offensichtlich. Ob diese Offenheit unseres langjährigen Vorstandsvorsitzen besonders schmerzlich ist oder diesem zumindest noch Ehrlichkeit vorbehält, bleibt jedem selbst überlassen. Dieses dauerhafte Montagsspiel wäre ein weiterer Schritt weg von den Fans hin zu einem umfassenden Fernsehangebot. Obwohl laut Rummenigge „lamentieren nichts nützt“, muss hier einfach immer und immer wieder Widerspruch geäußert werden, anstelle diese Entwicklung stillschweigend hinzunehmen. Spruchband Benfica Heimspiel

Eine neue unvergessliche Saison?!

Vom 14. August 2013

… steht uns leider nicht nur auf dem Rasen bevor. Vor allem bei Heimspielen kommen gravierende Veränderungen für uns Fans hinzu. Mit dem leicht veränderten und somit weiterhin sehr starken Kader und dem hoch gehandelten neuen Trainer Pep Guardiola sind die sportlichen Aussichten wohl weiterhin sehr vielversprechend. Der Mitglieder-Boom hielt weiterhin an und die weit über 200.000 Vereinsmitglieder wollen von Herzen gerne ihre Mannschaft im Stadion erleben. Vielfach ist jedes Auswärtsspiel daher natürlich längst schon überbucht. Dabei wollen wir natürlich auf keinen Fall differenzieren zwischen einem „besseren oder schlechteren Fan“, zwischen denjenigen die seltener ins Stadion gehen und denjenigen, die nahezu immer da sind. Der FC Bayern ist nun einmal ein Weltverein, das ist Fakt.

Befremdlich und grotesk erscheint es nichtsdestotrotz, wie unser Verein, ausgerechnet mit denen umgeht, die ihn besonders aufopferungsvoll und leidenschaftlich unterstützen. Die Bilder der Drehkreuze, vor unserer Südkurve – wohlgemerkt der Heimkurve, dem Herzstück jeder Fanszene – sind in unseren Köpfen präsent. Trauer und Wut zugleich sind unter anderem die Folgen der Erkenntnis, dass wir nicht mehr im Kreise unserer Freunde die Mannschaft von unserem jahrelangen Platz bei Heimspielen unterstützen können. Folglich werden wir bis auf weiteres keine Zaunfahne bei Heimspielen unseres Vereins aufhängen. Dies fällt uns natürlich keinesfalls leicht. Der FC Bayern ist und bleibt unser Verein, somit werden weiterhin auch Mitglieder unserer Gruppe bei Heimspielen anwesend sein, obwohl es uns nicht mehr möglich ist, als Gruppe bei Heimspielen aufzutreten. Anders als in den letzten Auswärtsspielen in der vergangenen Saison werden wir allerdings unsere Zaunfahne wieder richtig herum aufhängen. Diese Ausdrucksform von Protest zeigte grundsätzlich unsere Verachtung gegenüber dem Umgang unseres Vereins mit den eigenen Fans. Dieser Protest sollte allerdings keine dauerhafte Verwendung finden, da das Verkehrt-herum-aufhängen der Zaunfahne als Dauerzustand nicht mehr als aktuelles Zeichen von Ablehnung verstanden werden kann. Was uns ohne Frage noch bleibt, ist eine weiterhin hingebungsvolle Unterstützung unserer Mannschaft bei den Auswärtsspielen in Deutschland und Europa. Nur so können wir zeigen, was der Verein an uns hat. Die Rücknahme der Auswärtsdauerkarten für den nationalen und internationalen Pokalwettbewerb ist dabei sicherlich alles andere als hilfreich. Auch die Begründung dafür im Einsatz von Pyrotechnik ist ebenso absurd wie einmal mehr erschreckend heuchlerisch. Unnachweisbare Sicherheitsbedenken wurden einmal mehr zur Stützung einer Maßnahme gegen treue Fans angeführt.

Was auf den einen oder anderen unter uns sicherlich erschreckend wirkt, ist allerdings bittere Wahrheit. So passt unser FC Bayern wohl ganz gut in die gegenwärtige – teils verlogene – Fussballwelt. Nur als ein Beispiel außerhalb unseres Vereins kann man die Aussage des DFL-Verantwortlichen Andreas Rettig bei der Vorstellung des Spielplans zur neuen Saison heranziehen:”Wir müssen uns auch nach den berechtigten Wünschen der Fans richten, mit denen wir seit dem 12.12. ja in einen konstruktiven Dialog eingetreten sind”, hieß es in dessen einleitenden Worten. Mit einem Spiel an einem Dienstagabend um 18:30 Uhr in Freiburg tut man das sicherlich nicht. Es stehen nun einmal andere Aspekte im Vordergrund als die Fans, bei denen WIR nicht nur unerwünscht scheinen, sondern dies tatsächlich sind!

Mit voller Deutlichkeit bekamen dies einmal mehr über 50 Bayernfans zu spüren, gegen die bundesweite Stadionverbote von 2-3 Jahren ausgesprochen wurden. Diesen Leuten gilt es unsere volle Unterstützung entgegenzubringen. Auch unsere Gruppe ist davon betroffen,

weshalb es zur neuen Saison eine Fahne zu Ehren der Stadionverbotler von uns geben wird. Grundsätze wie die Unschuldsvermutung, was wohl jedem Jura-Studenten im ersten Semester gepredigt wird, sind einmal mehr irrelevant. Auch das ist natürlich befremdlich, wenn grade der eigene Vorstand voller Gerechtigkeitssinn auf derartige Maßnahmen beharrt. Diese Reihe von Ereignissen ließe sich zweifelsohne noch weiter fortführen, doch schlussendlich kommt man immer wieder zu ein und derselben Erkenntnis: Der weltoffene FC Bayern mit seinem so sympathischen Umfeld betrachtet uns nur noch als wertlos. Bei all den sportlich rosigen Perspektiven und mitunter auch schon der Vorfreude von Einigen auf den Weltpokal in Marokko im Dezember sorgt der Blick auf die neue Saison für alles andere als uneingeschränkte Begeisterung. Ein Verein kann sich nicht mit Bildern einer bunten Kurve, die so vorerst nicht weiter existieren kann von Fans, die er nicht erwünscht schmücken! Im Herzen ist dies immer unser Verein, ob und inwiefern das vor allem der Vorstand des FC Bayern realisiert, ist sicherlich ungewiss…

RED FANATIC MÜNCHEN im August 2013

Stellungnahme zur aktuellen Situation

Vom 5. Mai 2013

Die aktuelle Saison unseres FC Bayern ist wohl für einen eher außenstehenden Fußballinteressierten sicherlich großartig. Sportlich gesehen trifft dies – zumindest in den bisherigen Spielen – ohne Frage zu. In der Fussball-Bundesliga hat man sich schon seit wenigen Wochen den Meistertitel gesichert. Im nationalen und europäischen Pokal-Wettbewerb stehen, wie bereits in der vergangenen Saison die Endspiele in wenigen Wochen bevor.

Doch wird die daraus im Allgemeinen entstehende Feierstimmung für uns – und sicherlich auch für den einen oder anderen nicht unerheblich getrübt. Während es im Europapokal bei Heimspielen, neben sportlich hervorragender Leistungen, schon seit Monaten den Bayernfans durchweg nicht gegönnt war, auf ihrem angestammten Platz in der Südkurve ihr Bestmögliches zur Unterstützung der Mannschaft auf dem Platz beizutragen, zeichnet sich dies nun auch für nationale Heimspiele ab. Der Verein wusste diese Information auf seiner Internetseite allerdings positiv zu verpacken. „FCB erhöht Ticketkontingent in der Südkurve“ hieß es so in der Überschrift. Nebenbei möchte unser Verein noch für mehr Sicherheit für seine Stadionbesucher sorgen. Schlussendlich war die Kerninformation für uns, dass es in jedem Spiel der neuen Saison zu expliziten Zugangskontrollen am Eingang zu jedem Block der Südkurve kommt. Es steht also außer Frage, dass wir in keinem der Blöcke im Unterrang der Südkurve zusammen stehen können, wie es jahrelang der Fall war.

Eben diese gegenwärtige oder viel mehr zukünftige Situation macht es uns nicht einfach, die bevorstehenden letzten Spiele einer sportlich sicherlich begeisternden Saison anzugehen. Da wir „gewissermaßen ein wenig ratlos sind“, fällt es uns sichtlich schwer einfach voller Freude diese großartige Saison unserer Mannschaft zu genießen und zu feiern. Während beim Heimspiel gegen Freiburg, nachdem Einem diese Nachricht zu Ohren kam ohne Frage zunächst die Emotionen ein wenig hochkamen und man keine Zaunfahne aufhängen wollte, sind diese Emotionen wie Enttäuschung und Ärgerlichkeit sicherlich noch weiterhin in unsere Köpfen präsent. Diesen erneuten und besonders drastischen Einschnitt in unser Fandasein – noch dazu von unserem eigenen Verein – kann man nicht ohne weiteres herunterspielen.

Daraus ergab sich zum einen die Situation, dass man wohl aus Gewohnheit oder vielmehr auch aus Emotionen heraus nicht bei einem Europapokal-Halbfinale oder einem Auswärtsspiel in Dortmund stillschweigend im Block stehen kann und das man andererseits nicht nach außen hin den Anschein einer perfekten Welt aufrechterhalten wollte. So verzichten wir sowohl beim Heimspiel gegen Freiburg als auch beim letzten Heimspiel dieser Saison gegen den FC Augsburg auf das Aufhängen unserer Zaunfahne an dem sonst angestammten Platz im Stadion und werden nicht als Gruppe auftreten. Bei den Auswärtsspielen in Barcelona und Dortmund war es zudem kein Versehen, dass wir unsere Auswärtszaunfahne verkehrt herum aufgehängt haben. Damit wollen wir als Gruppe schlichtweg unsere Ablehnung gegen derartig umgesetztes Sicherheitsbestreben deutlich machen. Die Wirkung von dieser Reaktion ist zweifelsohne begrenzt, allerdings Ausdruck unserer persönlichen Ablehnung gegen dieses Vorgehen des Vereins. Auf die gewöhnliche optische Unterstützung unserer Mannschaft verzichten wir darüber hinaus auch bis auf Weiteres.

RED FANATIC MÜNCHEN im Mai 2013

Ganzkörperkontrollen längst alltäglich

Vom 11. April 2013

Wie schon im Spielbericht angedeutet, gab es am Samstagnachmittag bei unserem Spiel in Frankfurt unmittelbar am Eingang zum Gästeblock „stichprobenartige Zusatzkontrollen“. Generell ist dies sicherlich nichts Neues und hat leider auch schon in München gegenüber Fans der Frankfurter Eintracht stattgefunden. Zudem dienen eben diese Kontrollen ja nur der Sicherheit aller Stadionbesucher könnte man zunächst meinen. Diese Absicht verfolgen einige Vereine zumindest nach eigener Interpretation.

Doch ganz so einfach und erst Recht nicht stillschweigend lässt sich diese Umsetzung von Sicherheitsbestreben hinnehmen. Offensichtlich soll hierbei die von Vereinen und Verbänden geächtete Pyrotechnik gefunden und von hervorragend geschultem Sicherheitspersonal dafür verantwortliche Personen ausgemacht werden. Unverhältnismäßig und gleichermaßen erfolglos wirkte nun die Art und Weise dieser Kontrollen einmal mehr am Samstag in Frankfurt. Unabhängig von diesen gesonderten Kontrollen fand offenbar doch eine – wenn auch nicht besonders große Menge – an Rauchpulver seinen Weg in den Block. Verletzt wurde allerdings bei dem Einsatz dieser Art von Pyrotechnik auch an diesem Nachmittag keiner. Allgemein betrachtet wird ein derartiges Vorgehen allerdings kaum thematisiert. Nicht erst seit Samstag sind Ganzkörperkontrollen Alltag und werden – wenn überhaupt noch – überwiegend mit Gleichgültigkeit zur Kenntnis genommen. Auch der 12. Dezember des letzten Jahres hat hier in der Umsetzung keine Veränderung gebracht. Willkürlich werden nach – zumindest offiziell – nicht ersichtlichen Kriterien Personen aus der Menge herausgefiltert. Unter zum Teil herablassenden Kommentaren wird der Betreffende „an Körperstellen abgetastet, die sonst nur bei der Musterung oder beim Urologen begutachtet werden“. Respekt verdient da derjenige, der dies nicht über sich ergehen lassen will, was jedoch vor allem bei so einem Spiel nahezu niemand für sich entscheidet. Einzige Alternative wäre eben das Verlassen des Stadions, da man sich dem Hausrecht des Ordnungsdienstes zu beugen habe. Die Anwesenheit eines Mitarbeiters des FC Bayern lässt sich hierbei nur schwer bewerten. Fakt ist nun einmal lediglich, dass unser Verein sich hier natürlich nicht im Geringsten gegen derartig abwertende Sonderkontrollen ausspricht. Man will ja sicherlich nur für Ordnung und Sicherheit sorgen, was es vom Grundsatz aus zu unterstützen gälte. Eine Begleiterscheinung war auch die lange Schlange am Eingang zum Block, wo man bei Euphorie und ausgelassener Stimmung mit Gewissheit nicht von geschaffener Sicherheit sprechen kann, wenn eine größere Menschenmenge auf dichten Raum gedrängt wird.

RED FANATIC MÜNCHEN im April 2013

Fussball muss bezahlbar sein – gegen Topspielzuschläge!

Vom 10. November 2012

Das Auswärtsspiel in Franken beim Club am Samstag der kommenden Woche ist unbestritten keine gewöhnliche Bundesliga-Partie. Nicht zuletzt in den letzten Jahren hat diese Begegnung – auf Seiten der Fans – an Brisanz zugenommen. Doch neben einer starken Antipathie der Fans beider Vereine ist man in Nürnberg trauriger Spitzenreiter, was die Eintrittspreise für einen Stehplatz angeht – genauer durch den besonders hohen Topspielzuschlag wird den Fans ein auffallend hoher Eintrittspreis abverlangt. Dabei ist aus unserer Sicht eine Grenze überschritten worden. Für unseren Teil haben wir uns dazu entschieden, bei diesem Spiel nicht als Gruppe das Spiel im Stadion verfolgen zu werden. Preisauswüchse wie bei diesem Spiel erschweren auf Dauer die Finanzierbarkeit des Spielbesuchs ungemein. Unsere Ablehnung dieser Preispolitik bringen wir auch in Form eines Schreibens an den Vorstand des 1. FC Nürnberg zum Ausdruck. Bei einer Übereinstimmung mit der kritischen Haltung zu derartig überhöhten Eintrittspreisen können sich weitere Fanclubs oder Fangruppen als Mitunterzeichner – per E-Mail (Red_Fanatic_Muenchen@gmx.de) oder persönlich – an uns wenden. Wir wollen an dieser Stelle niemandem dazu aufrufen, nicht ins Stadion zu gehen. Vielmehr geht es zunächst darum, in Form dieses Briefes eine klare Ablehnung direkt an den 1. FC Nürnberg zu senden. Im Folgenden ist der Brief zu lesen, der in der kommenden Woche an den Verein gehen wird.

Sehr geehrter Vorstand des 1. FC Nürnberg,

in Form dieses Schreibens möchten wir unseren Unmut über die von Ihnen praktizierte Preispolitik Ihrer Eintrittskarten äußern. Ohne Zweifel spielt in der heutigen Zeit der wirtschaftliche bzw. finanzielle Aspekt im Geschehen eines professionellen Fußballvereins eine unverkennbar zentrale Rolle. Ohne diese Gesamtsituation an dieser Stelle näher werten zu wollen, ist doch die momentane preisliche Konstellation äußerst bedenklich. Die negativen Auswirkungen auf einen unverzichtbaren Teil der Fußballkultur – den Fan – lassen sich auf keinen Fall leugnen. Als Fan investiert man ohnehin einiges an Zeit und Geld und geht an seine Grenzen für seinen Verein. Diese Grenze ist eindeutig mit Preisauswüchsen wie 23 Euro für einen Stehplatz überschritten! Einige Fans unserer Mannschaft wollen oder viel mehr können diesen geforderten Preis nicht mehr mittragen und verzichten schweren Herzens auf die Unterstützung der Mannschaft im Stadion. Die Gründe für diesen Preis sind zunächst unerfindlich und somit nicht logisch nachvollziehbar. Durch den sogenannten Topspielzuschlag müssen vor allem wir Bayernfans erheblich mehr zahlen, um das Spiel unserer Mannschaft im Frankenstadion zu sehen. Mit welcher Rechtfertigung wird also auf diese unübersehbare Weise zwischen einigen Vereinen differenziert, wenn es um die Veranschlagung der Eintrittspreise geht?

Vor allem für junge Fans sind Eintrittspreise in dieser Größenordnung mehr als eine bloße Belastung. Wirtschaftliche Verpflichtungen – wie etwa Spielergehälter – lassen sich nicht als Grundlage für den Preisaufschlag auf Eintrittskarten anführen. Der um über 8 Euro höhere Eintrittspreis für das Gastspiel unseres FC Bayern in Ihrem Frankenstadion verglichen mit dem Preis für Fans anderer Vereine hebt sich außerordentlich aus dem sonstigen Preisgefüge ab. Diese Praktik, die nichts anderes als Profit-Optimierung im Sinne marktwirtschaftlicher Prinzipien („Angebot und Nachfrage regeln den Preis“) ist, widersetzt sich der angenommenen Tatsache, dass Fußball Volkssport ist. Wir bitten Sie daher ausdrücklich darum, die Gestaltung Ihrer Eintrittspreise und die Grundlage Ihres damit verbundenen

Handelns zu hinterfragen und – nach Möglichkeit verständlich zu machen! Eine zeitnahe Reaktion auf unser Schreiben ist natürlich wünschenswert und prinzipiell gerne gesehen.

Mit freundlichem Gruß

RED FANATIC MÜNCHEN FC Bayern Worldwide FC Bayern Fanclub Red Whites 12 Lenzing, Oberösterreich Schädlinge Schneider Power Waldkirchen (Gruppe Niederbayern) BFC ’75 Kleinostheim RED BAVARIA Ambachtal Red Stars Straubing Nordkurven-Supporters Fanclub Bayernkurve 12 Gutefreunde’06 Seifriedsburg Waidler Bayern

Bewahrung der Grundwerte des Fußballs im Dialog?!

Vom 18. Juli 2012

Unter dem Motto „Für Fußball. Gegen Gewalt“ fand am gestrigen Dienstag einmal mehr eine Sicherheitskonferenz, oder auch als „Sicherheitsgipfel“ glorifizierte Veranstaltung statt. Es wurden hier nicht, wie schon mal hinter mal mehr, mal weniger vorgehaltener Hand, angedroht die Stehplätze in deutschen Stadien abgeschafft. Doch schon die Tatsache, dass dieses Szenario teils vehement von Politik und Polizei gefordert wird, lässt einen an der Ehrlichkeit jener Akteure zweifeln. Es ging schlichtweg darum, dass Vertreter der Vereine aus den obersten Drei Fußballigen in Deutschland auf freundliche Einladung des DFB und der DFL einen „Maßnahmen-Katalog gegen Gewalt und für den Fußball“ absegnen durften. Allein diese Tatsache schien ja mehr als überfällig zu sein, mit Blick auf die anhaltenden Gewaltauswüchse rund um Fußballspiele in der weiten Republik könnte man anhand der medialen Berichterstattung hocherfreut resümieren.

Aber allein völlig neutral betrachtet, erscheinen die Protagonisten dessen, was nun als „Verhaltenskodex“ und erfolgsversprechende Distanzierung herausgegeben wird, etwas voreingenommen oder treffender formuliert unvollständig zu sein. So waren neben Vertretern der Vereine und Verbände nur noch der Bundesinnenminister sowie der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder zu gegen. Die „Handlungsgrundlage von Kommunikation und Dialog“ nach DFL-Präsident Reinhard Rauball wurde hier also leider nicht erkennbar. Womöglich macht es Gespräche deutlich einfacher ohne Anwesenheit „des Problems selber, der Fans“, ähnlich dem Reden über einen Schwerkranken ohne dessen Anwesenheit. Daher ist es auch gar nicht mehr befremdend, dass die Diskussionsrunde sich pauschalisierender Stereotype zu bedienen wusste.

So wird sich in direktem Aufeinanderfolgen gegen „gewalttätige Zwischenfälle und Abbrennen von Pyrotechnik“ ausgesprochen. Ein derartiger direkter Vergleich fand ja auch schon des Öfteren Verwendung. Im „Verhaltenskodex“ selbst wird daraufhin der Fußball als emotionales Gemeinschaftserlebnis beschrieben, dessen einzigartige faszinierende Kultur die Fans als Grundlage hat. Dieser wichtige Bestandteil der Fußballkultur benötigt aber ohne Zweifel auch Freiraum. Eine flächendeckende Video-Überwachung ist zudem ohnehin keine bahnbrechende Neuerung. Symptomatisch ist vielmehr eine beschlossene Ausdehnung der Stadionverbote auf Fünf – in Ausnahmefällen bis zu Zehn Jahre – die eine frühere Aufweichung dieser Sanktionierung zurücknähme. Das ist allerdings nur einer von vielen Bausteinen, die den Fans oder der Allgemeinheit als Privilegien verkauft werden. Im Zusammenhang dazu sind weitere Bestandteile der „traditionsreichen Fankultur“ bereits im Wandel. Die so moderaten Eintrittspreise steigen unverkennbar zusehends und die Abschaffung von Stehplätzen findet von Zeit zu Zeit bereits auch Verwendung als Druckmittel.

So fühlen sich Fans sozusagen einer permanent vorhandenen Form von Bewährung ausgesetzt. Diesen auf breiter Linie „unglücklichen Dialog“, der häufig in Form von pauschalisierenden Sanktionen wie Materialverboten Ausdruck findet, tragen auf weiter Flur auch die Vereine mit. Mit Ausnahme von Union Berlin nickten diese gestern allesamt den „Verhaltenskodex“ ab, um ein friedliches Gemeinschaftserlebnis zu erhalten. Nun ist schon vereinzelt vom „laschen Strafenkatalog“ des gestrigen Tages zu lesen. Dementgegen bleibt herauszustellen, dass jeder weitere einschränkende Beschluss an vorderster Stelle die Personen ins Abseits stellt, die für die schützenswerte Fußballkultur prägendes Engagement

an den Tag legen. Ohne sich hier für Gewalt in irgendeiner Form auszusprechen, bleibt doch zu hoffen, dass der viel gepriesene Dialog doch zu gegebener Zeit noch stattfinden möge…

RED FANATIC MÜNCHEN im Juli 2012

Finale Dahoam!?

Vom 8. Mai 2012

Der wohl große Traum eines jeden Bayernfans war nun am vergangenen Mittwoch Wirklichkeit geworden! In einem dramatischen Spiel hatte sich unsere Mannschaft nach Elfmeterschießen gegen Real Madrid im Estadio Santiago Bernabéu durchgesetzt. Ohne hier einzelne Spieler außerordentlich zu verehren, war die Grundlage des Erfolgs vor allem Kampfgeist und Leidenschaft. Hatte man sich doch nach frühem Rückstand mit starkem Einsatz und einem Ausdruck von hohem Siegeswillen zurück gekämpft. Folglich steht unser Verein unmittelbar vor einem unbestritten einzigartigem Spiel – dem historischen Endspiel in der Königsklasse. Besondere Bedeutung hat dieses Spiel auch, da es noch keinem Verein gelang, sich seit Umbenennung des Europapokals der Landesmeister in Champions League für ein Finale im eigenen Stadion zu qualifizieren.

Eben dieses Finale in unserem Stadion ist zweifelsohne für alle Beteiligten, also auch jeden Bayernfan eine Herzensangelegenheit. Für die Stadt und den Verein steht auch somit in knapp Drei Wochen ein enormes Großereignis bevor. Infolgedessen regt sich in dem Kopf einiger Bayernfans wohl eine Spur Egoismus. Das Grundinteresse an Eintrittskarten ist daher immens und mit weit über eine Millionen Anfragen in einem in jedem Fall vorher nie existentem Ausmaß. Einfach wäre es daher mit Sicherheit, die Floskel zu bemühen:“ Man kann es nicht jedem recht machen“. Der Verein sieht sich also mit der Verteilung des ihm zustehenden Eintrittskartenkontingents mit keiner einfachen Aufgabe konfrontiert. Aus purer Selbstverständlichkeit heraus einen etwa auch nur einen zaghaften Anspruch auf eine Bevorteilung zu formulieren sollte sich niemand eingestehen.

Doch sind es nicht vor allem die Fans, die ihren Farben immer folgen und einen bescheidenen unterstützenden Beitrag zur Realisierung der gesteckten sportlichen Ziele der Mannschaft zu leisten gedenken? Schließlich hoffen Verantwortliche und Spieler in guter Regelmäßigkeit auf eine atemberaubende Atmosphäre. Vorgebracht werden auch bei Zeiten Begrifflichkeiten wie „Hexenkessel“ oder „Festung“. Förderlich wäre es demnach doch wohl mit Sicherheit, wenn der Heimvorteil auch nicht nur darin bestehen wird, dass dieses Endspiel schlichtweg in dem eigenen Stadion stattfindet, sondern wenn dieses auch – nach Möglichkeit – mit Anhängern unseres Vereins gefüllt ist, die, ähnlich wie die Spieler nach dem Gewinn des Henkeltopfs lechzen und auch in diesem letzten Spiel alles dafür geben. Zumal dem gegenüber bereits die Zahl von über 30.000 „neutralen Fans“, also von dem UEFA-Kontingent direkt bedachte Zuschauer unverhältnismäßig groß erscheint. Auf diese Weise ist doch die gelobte Unterstützung aus vergangenen Spielen in dieses historische Spiel zu transportieren. Doch inwiefern dieses Endspiel dann ein Heimspiel werden wird, hat sich noch herauszustellen. Auch optisch darf man sich auf eine Entfremdung einstellen. Medienberichte verweisen bereits auf den Plan der UEFA, das Stadion an diesem Abend in den Farben des Final-Logos, also Türkis und Grün zu erhellen. Darüber hinaus steht ein Schwarzmarkt mit nicht finanzierbaren Preisen bevor. Aufhorchen lässt es einen auch, dass ausgerechnet der Londoner Finalgegner, der vor Jahren in die Hände des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch ging, hier eine begünstigte Behandlung der engagierteren Fans betreibt. Daher blickt man doch mit einer Spur Missmut auf die nächsten Wochen, wenn man bei der Lotterie für dieses Spiel leer ausgehen wird…

RED FANATIC MÜNCHEN im Mai 2012

Ausblick Europapokal in Basel

Vom 21. Februar 2012

Am morgigen Abend steht nach zweieinhalb Monaten wieder ein Auswärtsspiel unseres FC Bayern an. Wie es die Auslosung will, führt uns unser Weg – wie im Vorjahr zum Schweizer Meister nach Basel. Doch vor allem abseits der sportlich betrachtet positiven Reaktionen auf dieses Los, bringt dieses Spiel einige Ärgernisse auf die Anhänger unseres FC Bayern zu. Zunächst war der enorme Ansturm auf Eintrittskarten für dieses Achtelfinal-Hinspiel erwartungsgemäß groß, so dass das zur Verfügung stehende Kontingent bereits nach wenigen Stunden weit überbucht war und einige treue Fans nicht einmal mehr die theoretische Chance auf eine direkte Zuteilung von unserem Verein eingeräumt wurde. Maßgeblich war hier mit Sicherheit die geographische Nähe, die eine Reise zu dieser Begegnung für einige wohl erst machbar zu werden schien.

Doch wohl vor allem der Vorfall aus der Vorsaison warf an dieser Stelle seine Schatten voraus. Zahlreiche Bayernfans sahen sich daraufhin – erstmals wieder seit knapp Zwei Jahren – drastischen behördlichen Sanktionen unterworfen. Die Grundlage für alle erteilten Maßnahmen stellte – ähnlich der nationalen Vergabepraxis von Stadionverboten – eine äußerst unklare Rechtslage dar. Bezugnehmend auf weder bewiesene noch relevante Vergehen von Beschuldigten, wurden hier eine Vielzahl von Ausreiseverboten und Meldeauflagen verhängt. Zudem sprachen beide beteiligte Vereine für Fans mit nationalem Stadionverbot für das Auswärtsspiel des jeweils anderen Hausverbote aus. Auch hier fand wieder ein sehr fragwürdiger Transfer von einer rein rechtlich umstrittenen Sanktionierung auf eine andere Instanz statt. Damit nicht genug, droht uns nun unser Verein mit „dem Vorbehalt von Konsequenzen“ für ein mögliches Auswärtsspiel in der nächsten Runde des Europapokals, sofern es in Basel zum Einsatz von Pyrotechnik kommen sollte. In Bezug darauf steht auch ein Verzicht auf das Gastkontingent der Bayernfans im Raum. Auf diese Weise wird – der optisch ansehnliche, wie medial viel beachtete – Einsatz von Pyrotechnik weiter stark kriminalisiert. Eine derartig drohende, drakonische Kollektivstrafe schafft auch eine Distanz zwischen Pyrotechnik-Befürwortern und Gegnern. Dieses sind ungünstige Begleiterscheinungen vor einem wichtigen Spiel, bei dem die Unterstützung der Mannschaft von hoher Bedeutung ist. Die Konsequenz für die Kurve aus diesen Begleiterscheinung kann es nur sein, für alle zu singen, denen der Besuch dieses Spiels versagt bleiben wird!

RED FANATIC MÜNCHEN im Februar 2012

Stellungnahme zu den aktuellen Ereignissen

Vom 16. April 2011

Mia san mia- Mia san unerwünscht!!

Nach den von uns kritischen Äußerungen der letzten Wochen gegenüber diversen Entscheidungen, hat der Verein wie erwartet reagiert. Allerdings übertreffen diese Maßnahmen jegliche Erwartungen unsererseits. Die vom Verein verhängten Sanktionen nehmen uns jegliche Chance, unseren Verein weiterhin als Gruppe zusammen in den Blöcken 112 und 113 unterstützen zu können. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen bei den nächsten Heimspielen nicht weiter als Gruppe aufzutreten und unseren Verein zu unterstützen. Diese Entscheidung ist uns allen sehr schwer gefallen, da die Mannschaft gerade jetzt unsere Unterstützung braucht. Wir stehen allerdings ganz klar zu den von uns getätigten Aktionen und zeigen Solidarität zu allen Gruppen die diese völlig überzogenen Sanktionen des Vereins betreffen.

RED FANATIC MÜNCHEN im April 2011

“Kein Zwanni für nen Steher”- Auch bei UNS

Vom  24. Januar 2011

Die von den Fans von Borussia Dortmund ins Leben gerufene Initiative „Kein Zwanni für nen Steher“ wird zukünftig auch von uns unterstützt. Wir reisen zu jedem Spiel unseres geliebten Vereins und nehmen teilweise sehr viele Strapazen auf uns, um dabei sein zu können. Viele von unseren jungen Mitgliedern machen teilweise nichts anderes und kratzen den letzten Cent zusammen, um ihren Verein unterstützen zu können. Es liegt sicherlich nicht an Schalke 04, welches Spiel die Fans von Borussia Dortmund zum Anlass nahmen, diese Initiative ins Leben zu rufen. Dies war nur ein Beispiel für die Preisspirale die sich in ganz Deutschland nach oben dreht. In allen Stadien steigen die Preise und sperren somit immer mehr von den treuen Fans aus. Gerade die Fans von Bayern München müssen bei jedem Gastspiel den Topzuschlag bezahlen, welcher bald nicht mehr tragbar ist. Aus diesem Grund zeigen wir dieser Initiative gegenüber volle Loyalität und sind ab sofort Unterstützer der Aktion.

Ihr alle solltet diese Initiative unterstützen. Informiert euch auf der Seite www.kein-zwanni.de oder schreibt eine Email an profans-muenchen@gmx.de um euch als Unterstützer eintragen zu lassen. Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir euch natürlich gern zur Verfügung.

Fußball muss bezahlbar sein- Bei uns und allen anderen!!